Männerriege Klingnau
zu Gast beim Geronimo Bogenclub

 

Am Montag, 30. Juli 2001 entschlossen sich die Männer der Riege Klingnau wieder mal Indianer zu spielen. Schon vor längerer Zeit hatten sie ihren Besuch beim Bogenclub angemeldet. Nun wars endlich soweit. Auf dem Achenberg wurden sie zuerst über das Ziel des Clubs und die Bedeutung des Namens „Geronimo“ aufgeklärt.

Der Club hat sich zum  Ziel gemacht, den Bogensport der Bevölkerung näher zu bringen. Auch diversen Vorurteilen sollen damit Abhilfe geschafft werden. Es sind keine „Jäger oder Wilderer“,  sondern verantwortungsbewusste Sportler. Dabei soll die  Geselligkeit nicht zu kurz kommen.

Natürlich ein Indianer. 1874 war Goyathley (Er der gähnt, was nichts mit dem Motto des Vereins zu tun hat), bei den Weißen als Geronimo bekannt, etwa vierundvierzig Jahre alt. Leistete  als Häuptling der Apachen bis 1886  erbitterten  Widerstand  gegen die Deportierung seines Volkes aus Arizona. Als er aufgab, kannte das ganze Land seinen Namen und viele wollten ihn hängen sehen.  Statt dessen  wurde er mit seinem Volk nach Florida  deportiert und dort zur Zwangsarbeit  verpflichtet .1894 durfte er nach Oklahoma übersiedeln, wo er 1908 starb.

Nach dieser kurzen Einführung wurden die verschiedenen Bogenarten erklärt. Angefangen beim „Langbogen“, dem ursprünglichsten aller Bogen. Beinahe jeder hat in seiner Kindheit mit einem gewöhnlichen „Holzstäcke“ schon einen Bogen gebastelt. Der Langbogen wird ohne Visier und nur mit Holzpfeilen geschossen. Dies heisst aber nicht, dass man nicht trifft. Der nächste Schritt wäre der „Blankbogen“ der auch ohne irgendeine Visierhilfe auskommen muss. Er besteht aus einem Teil oder kann aus Mitteteil und Wurfarmen separat zusammengestellt werden. Anschliessend der „Recurve-Bogen“, den man mit oder ohne Visier schiessen kann. Dieser Bogen ist auch als olympische Disziplin anerkannt. Im Verein schiesst ungefähr die Hälfte mit Recurve-Bogen.  Am meisten Erstaunen riefen bei der Männerriege die „Compound-Bogen“ hervor. Hochtechnische Instrumente mit allem drum und dran.

Mit allen Bogen wurde zuerst die Treffsicherheit  auf Distanzen von 15 m – 40 m demonstriert. Dabei wurde von Kilian Emmenegger, Pietro Borrini, Karin und René Spannagel auch Fragen betreffend Haltung und zielen mit den verschiedenen Bogen beantwortet. Die Mannen wollten sehr viel wissen. Es spornte den Geronimo Bogenclub an ausführliche antworten zu geben. Dann endlich war es soweit. Der Eine oder Andere versuchte sein Glück. Zur Verfügung standen Langbogen und Recurve, der Compound ist für Anfänger zu gefährlich. Manche hatten  schon Mühe, beim Versuch den Bogen zu spannen. Doch ging trotz allem nur ein Pfeil „verloren“.

Nach dem technischen Teil des Abends durfte man sich bei Wurst und Wein (oder Bier) noch unbeantworteten Fragen widmen. Der Geronimo Bogenclub Koblenz dankt der Männerriege Klingnau für ihr Interesse.